Mittwoch, 18. Juli 2018

Reisebericht: Bali Teil 6 - Bali Bird Park & Ubud Sacred Monkey Forest

Wir haben Natur gesehen, wir haben Tempel gesehen und sogar die Unterwasserwelt. Heute lernen wir mal die Tierwelt Balis ein bisschen näher kennen.

Lest außerdem gern die anderen Teile meines Bali-Reiseberichts:
Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4 und Teil 5.


Normalerweise besuche ich in ärmeren Ländern nicht gerne Zoos, da die Tiere hier meist unter schrecklichen Bedingungen hausen und ich das nicht unterstützen möchte.

Über den Bali Bird Park hatte ich allerdings soviel Gutes gelesen, dass ich ihn auf unsere Must See-Liste gepackt hab. Mr. L und ich lieben Vögel und die Aussicht auf viele exotische Tierarten hatte uns überzeugt, dass wir diesen Park besuchen müssen.

Beim verlangten Eintritt von 385.000 IDR (also etwa 23€) p.P. mussten wir dann doch etwas schlucken. 23€ ist horrend, vor allem für Bali. Zum Vergleich: der Vogelpark Marlow verlangt nur etwa 14€ und da sind jede Menge Flugshows und Schaufütterungen inkludiert.


Gleich am Anfang warten einige zahme Papageien, Kakadus und Nyphensittiche darauf, mit Touris für Fotos zu posieren. Das haben wir nicht gemacht, weil wir das irgendwie nicht schön fanden.

Auch gleich am Anfang erwartet einen der berühmte, aber sehr selten gewordene Bali Starling.


Außerdem noch einige außergewöhnliche Vogelarten, wie z.B. diverse Arten von Nashornvögeln.


Das Gelände ist weitläufig und sehr schön gemacht. Es ist nach den verschiedenen Regionen Indonesiens und einigen Regionen der Welt aufgeteilt.


Vom Standard waren wir positiv überrascht. Die Käfige waren in gutem Zustand und die meisten Anlagen großzügiger als man es aus so manchen deutschen Zoos kennt.
Insbesondere im Vergleich zum Loro Parque auf Teneriffa fand ich den Zoo wirklich entspannt und nicht so kommerziell.
Allerdings muss man auch ganz klar sagen, dass der Park nicht wirklich für Ornithologen und Wissbegierige geeignet ist, denn die meisten Informationen zu den Vögeln waren eher dürftig und beschränkten sich meist auf den Namen.


Es gibt hier auch einige Tierfütterungen, z.B. die Pelikanfütterung oder die der Loris.
Wir hatten sogar die Gelegenheit, bei der Lori-Fütterung als einzige Gäste dabei zu sein. Die Fotos poste ich hier nicht, da ich ungeschminkt, verschwitzt und mit Apfelstückchen im zerzausten Haar einfach nicht so toll aussehe. Aber es war wirklich toll und hat echt Spaß gemacht.

 

Zugegeben, der Eintritt ist sehr hoch, vor allem für Bali, aber im Nachhinein betrachtet, war er es echt wert. Der Besuch hier hat uns sehr viel Spaß gemacht.




Eine der größten Sehenswürdigkeiten Ubuds ist der Monkey Forest oder auch Sacred Monkey Sanctuary.
Er liegt etwa 15 Min. zu Fuß von der Hauptstraße entfernt. Der Eintritt kostet 50.000 IDR (ca.3€).


Hier laufen hunderte Affen frei herum, bewacht und versorgt von einigen Parkwächtern.
Affen sind in Indonesien heilig, weil sie Nachfahren des Affengeneral Hanuman sind. D.h.: egal, wie frech ein Affe zu dir ist, du bist gefälligst nett zu ihm.


Die Affen hier sind teilweise schon sehr frech und auch mal aggressiv. Es gibt viele Verhaltensregeln, die man befolgen muss.
Kein Essen, nicht in den Taschen wühlen, kein Augenkontakt. Trotzdem kann es einem passieren, dass man von einem Affen angesprungen oder gar angegriffen wird. Für diesen Fall haben die Parkwächter kleine Steinschleudern/Zwillen dabei, womit sie die Affen notfalls vertreiben können.


Der Park an sich ist nicht so weitläufig, wie der Name vermuten lässt, aber er bietet ein paar hübsche kleine Tempel und schöne, große Bäume.


Klar, viele der Affen waren echt süß und haben schön für Fotos posiert. Andere wiederum haben mir ein bisschen Angst gemacht.


Ich muss ehrlich sagen, ich hab mir das Ganze irgendwie anders vorgestellt. Es waren furchtbar viele Menschen da, die Affen wirkten teilweise sehr aggressiv und eigentlich hatte ich die meiste Zeit nur Schiss, dass mich von irgendwo etwas anspringt.
Für mich ist der Affenwald wirklich kein Must-See. Oft genug sieht man freilebende Affen, die nicht so aggressiv sind und die man auch schön beobachten kann. Ohne zuviele Affenselfie-Jäger in der Nähe.


Im nächsten Post geht es an den Strand nach Jimbaran...


Reisezeitraum: Juni 2018

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