Freitag, 6. Juli 2018

Reisebericht: Bali Teil 2 - Tempel, Seen und Wasserfälle - Ausflugsziele um Lovina

Heute erkunden wir zusammen ein paar schöne Ausflugsziele im Norden Balis, inkl. Riesenspinnen und Minirehen...


Die Gegend um Lovina, der Norden der Insel und Bali allgemein, sind voll mit Wasserfällen der unterschiedlichsten Art. Manche sind touristischer als Andere, manche erfordern eine längere Wanderung, während man andere einfach über eine kleine Treppe erreicht.

In der näheren Umgebung von Lovina findet man z.B. den berühmten Sekumpul Wasserfall, der der schönste sein soll, zu dem man aber ca. 1h wandern muss. Auch sehr bekannt sind der Aling Aling und der Gitgit Wasserfall, den wir besucht haben.
Weitere kleinere, aber wohl auch sehr schöne Wasserfälle sind Banyumala, Grombong, Kroya and Kadek.

Wir wollen gern einen Wasserfall besuchen, aber nicht alle abklappern. Wir haben uns darum für den Gitgit Wasserfall entschieden.


Der Wasserfall, wie auch alle andern, kostet Eintritt. In unserm Fall waren das etwa 20.000 IDR, also ca. 1,20€.
Der Weg zum Wasserfall dauert nur etwa 15 Min. und geht über teils etwas steile Treppen. Und - und auch das wird euch bei vielen Wasserfällen begegnen - er ist gesäumt von Händlerbuden. Wir hatten Glück, dass wir noch recht früh da waren und die meisten Buden noch nicht aufhatten, ansonsten können solche Händler auch mal ziemlich aufdringlich werden.


Es gibt hier, wie auch sonst ständig und überall auf Bali, einen kleinen Tempel zu sehen.


Der Wasserfall selbst ist wirklich sehr schön. Ich kann garnicht sagen, ob er sich auch zum Baden eignet, denn rings um den Wasserfall war es sehr felsig und wir haben auch sonst keinen Baden sehen, aber allein dortzustehen und sich die kühle Gischt ins Gesicht rieseln zu lassen, ist toll.



Und auch die Natur ringsum ist wunderschön. Wenn man ein bisschen mehr Zeit mitbringt, kann man noch ein paar Minuten die Umgebung erkunden. 


Wir haben innerhalb kürzester Zeit ungefähr 5 (kunterbunte) Schmetterlingssorten gesehen (aber sie waren zu schnell, um sie zu fotografieren), Libellen und eine riesige Spinne

 

Ja, sie sieht eklig aus und war auch ziemlich groß (etwa so groß wie eine Männerhand), aber hierbei handelt es sich wohl um eine ungiftige Seidenspinne. Die Männchen sind zum Vergleich übrigens nur einen halben Zentimeter groß.



Danach sind wir zu einem kleinen, eher unbekannten Tempel gefahren, dem Pura Ulun Danu Buyan.


Er liegt etwas abgelegen am Buyan See, zwischen Erdbeerfeldern. Ihm fehlt das Besondere, das ihn zu einem Touristenmagnet macht, aber auch die Touristenmassen, die irgendwie immer Alles kaputt machen.


Wir mochten den kleinen Tempel und seine entspannte Atmosphäre sehr.



Wem der Buyan Lake gut gefällt, der kann ihn sich noch mal etwas von oben ansehen und zwar gleich in Kombination mit dem Tamblingan Lake. Das Ganze nennt sich Twin Lakes View.


Die Straße zum View Point ist gepflastert mit kleinen Warungs für Locals, Selfiepoints (Vogelnester sind anscheinend dieses Jahr in Mode) und Ständen, an denen man mit Flughunden oder Schlangen posieren kann (fürchterlich!).


Der Lake View selbst ist schon lohnenswert und schön, auch wenn wir gerade Regen (das einzige Mal während unseres Aufenthaltes!) und deswegen nicht so einen guten Blick hatten.



Auch an einem See liegt die wohl größte Touristenattraktion der Gegend: der Ulun Danu Beratan Tempel.


Der Tempel liegt auch direkt an einem See und ist einfach bildschön - und genau deswegen eben auch so beliebt.


Unglücklicherweise ist er genau deswegen eben auch so touristisch, auch wenn der Eintritt mit etwa  50.000 IDR (ca. 3€) noch moderat ist.
Der Parkplatz war schon gut gefüllt, als wir gegen 10:30 vorfuhren. Und auch drinnen war es sehr geschäftig.
Normalerweise gibt es für Tempel gewissen Kleidungsregeln (dazu mache ich noch mal einen Extrapost), die wurden hier aber nicht im geringsten kontrolliert und so kam es auch dazu, dass manche hier wirklich halbnackt oder gar im Bikinioberteil durch die Tempelanlage spazierten. Ich bin nun echt nicht prüde, aber ich finde das respektlos.


Nun lasse ich aber mal die Bilder sprechen..


Auf dem See kann man übrigens auch kleine Bootstouren entlang der Tempelanlage machen.


Auf dem Gelände gibt es übrigens auch ein bisschen Natur zu sehen. Ein kleines Gehege mit irgendeinem Minireh (fragt mich nicht) und natürlich viele schöne Blumen.



Ein Tempel der ganz anderen Art und wahrscheinlich der schönste, den ich auf ganz Bali gesehen habe, ist der Pura Beji.


Der Tempel liegt ein wenig abseits der typischen Tourirouten und ist deswegen nicht so überlaufen. Außerdem ist er recht klein. Ich glaube, er hat keinen Eintritt gekostet, Spenden werden natürlich trotzdem gern gesehn.
Am Eintritt wird einem entweder ein Sarong ausgehändigt (falls die Knie nicht bedeckt sind) oder wie bei uns einfach nur ein farbiges Band zum Umbinden.


Absolut idyllisch zwischen Reisfeldern und Bananenwäldchen gelegen, konnte dieser Tempel uns mit seiner ruhigen, entspannten Atmosphäre absolut begeistern. Hinzu kam auch noch, dass wir ihn ganz für uns allein hatten, was natürlich immer toll ist.


Für mich ist Pura Beji der absolute Geheimtipp unter den Tempeln.


Das war's auch schon mit unserer ersten Station auf Bali. Im nächsten Post geht es dann in den Osten der Insel und auch Unterwasser ;)
Den ersten Post zu meiner Bali-Reise findet ihr hier.


Reisezeitraum Juni 2018

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