Freitag, 16. Dezember 2016

Hotel: La Mariposa Hotel Quepos

Auf unserer nächsten Station in Costa Rica haben wir im Hotel mit wohl einem der schönsten Ausblicke Costa Ricas geschlafen.


Lage
Das Hotel liegt etwas oberhalb vom eigentlichen Ort Quepos, es gibt aber einige Restaurants, Geschäfte, Banken und andere Hotels in unmittelbarer Nähe. Ein Supermarkt ist praktisch direkt nebenan.
Zum Eingang des Nationalparks Manuel Antonio fährt man mit dem Auto nur etwa 5 Min., runter nach Quepos oder an einen der nahegelegenen Strände (z.B. Playa Playitas) auch nur etwa 5 Min. 
Aufgrund seiner erhöhten Lage hat man natürlich einen tollen Blick aufs Meer und auch auf die untergehende Sonne.


Zimmer

Gebucht hatten wir eigentlich einen Standard Ocean View Room. Gewohnt haben wir letztendlich in einem Premier Ocean View Room (warum dazu später mehr).
Dieser war wirklich sehr groß und geräumig. Es gab ein schönes breites Bett, ein Sofa, ein Ablagetischchen, 2 Nachttische bei den Betten und eine Art begehbaren Kleiderschrank/Gepäckabstellraum, den man mit 2 Spiegeltüren optisch abtrennen konnte. Einen Fernseher hatten wir natürlich auch.


Außerdem hatten wir eine Küche inkl. Kühlschrank und Mikrowelle sowie ein bisschen Geschirr und Besteck und mit Tisch und 2 Stühlen.


Auf unserem großen Balkon mit tollem Blick auf das Meer und den Regenwald (und eine Baustelle), waren außerdem noch 2 Stühle und ein Tischchen.


Das Bad hat mir gut gefallen, es war groß und modern gestaltet.


Das Zimmer generell wäre eigentlich sehr schön gewesen... allerdings ist die Zimmereinrichtung nicht nur schon deutlich abgewohnt, sondern die Möbelverteilung auch sehr unpraktisch gewesen. 
Unser Bett stand statt vor dem Fenster (wo man mit einem tollen Blick aufgewacht wäre), direkt vor der Eingangstür. Diese war aus Milchglas und direkt davor gab es eine Lampe, die nach Einbruch der Dunkelheit anging und nicht auszuschalten war. Als ob das nicht schon hell und störend genug war, hing auch die Klimaanlage direkt über der Tür. So hatte man die ganze Nacht kalte Luft im Gesicht, wenn man sie anhatte, UND sie hatte ein Leuchtdisplay und strahlte einem auch noch die ganze Nacht ins Gesicht.
Unklugerweise gab es außerdem einen großen Spalt unter der Tür , so dass uns ständig allerlei Krabbelzeuchs besuchte. Zusätzlich zu den gigantischen Ameisen auf dem Balkon, heißt das.
Wir haben in den beiden Nächten im Hotel eigentlich kaum ein Auge zugekriegt.

 Unser lauter nächtlicher Besucher.


Das Hotel

Das Mariposa ist ein vielgerühmtes (u.A. erwähnt in '1000 Places to see before you die') Hotel mit langer Geschichte. Es hat 62 Zimmer, ein preisgekröntes (und hochpreisiges) Restaurant und eine Sunset Bar (beide mit tollem Meerblick). Es gibt einen Pool und einen Jacuzzi. Auch einen Giftshop gibt es nebenan.

 Hauptgebäude

 Nebengebäude, in dem auch die Premier Sea View Rooms sind.

 Jacuzzi

 Hauptpool

Blick vom Restaurant

 Blick von der Sunset Bar

Das Hotel bietet natürlich einen kostenfreien Parkplatz und gratis Wifi im ganzen Hotel. 
Unser 1. Eindruck vom Hotel war auch tatsächlich sehr positiv. Unser 2. Eindruck war "mehr Schein als Sein". Warum, dazu weiter unten mehr.


Essen

Frühstück gab es à la Carte. Man hatte die Wahl zwischen verschiedenen Varianten. Wir haben eigentlich jedes Mal die vegetarische Variante mit Joghurt, Müsli und frischen Früchten genommen. Dazu gab es Tee nach Wahl oder Kaffee und Orangensaft. Das Frühstück war sehr lecker, auch wenn ich die Auswahl für westliche Gaumen wieder etwas eingeschränkt finde.

Service
Wir wurden zunächst sehr freundlich begrüßt, bekamen einen kostenlosen Willkommenscocktail angeboten (den wir dann aber nicht wahrgenommen haben), unsere Koffer wurden aufs Zimmer gebracht und die Hoteleinzelheiten wurden uns erklärt.
Zum Service des Hotels gehört ein kostenloser Shuttle zum Manuel Antonio Strand, Geldwechsel und kostenloses Wifi.
Beim Checkin wurde uns gesagt, man hätte uns upgegradet. Worüber wir zunächst begeistert waren, klärte sich schnell auf: im gesamten Hotel fanden Bauarbeiten statt und ein Teil dessen hätte direkt vor unserm eigentlich gebuchten Zimmer stattgefunden. Über die Bauarbeiten wurden wir im Vorfeld nicht informiert. Und auch während unseres Aufenthalts dort, wurde darüber kein Wort verloren. Es wurde einfach davon ausgegangen, dass es für uns okay ist, weil wir ja jetzt ein besseres Zimmer haben.
Tatsächlich war das für uns auch okay, aber diese Art der Nicht-Kommunikation hinterließ definitiv einen bitteren Nachgeschmack.
Die Bauarbeiten dauerten auch täglich von 5 Uhr morgens bis ca. Mitternacht, waren aber ehrlicherweise nicht übermäßig laut oder störend.


Fazit


Tja, wir waren ein bisschen hin- und hergerissen. So schön dieses Hotel im Grunde auch ist, so enttäuscht waren wir dann im Endeffekt. Einmal vom Service und dann vom Zimmer (wer hat sich diese Einrichtung ausgedacht?) . Wir haben hier nicht gut geschlafen und fühlten uns auch nicht so "zuhause" wie in einigen der anderen Hotels, in denen wir waren. Im Großen und Ganzen waren wir zufrieden, aber ich würde nicht wieder herkommen, Ausblick hin oder her.
Wertung 3,5/5


Alternativvorschläge
Wer etwas höhere Ansprüche hat, sollte mal ein Auge werfen auf die Buena Vista Luxury Villas, das Gaia Hotel & Reserve oder das Arenas del Mar Resort (, das am Strand liegt!), wobei das Gaia preislich am erschwinglichsten ist. Im mittleren Preissegment sollen das Mango Moon sehr schön sein. Wer nicht soviel ausgeben möchte, findet im Vista Serena vielleicht eine schöne Unterkunft.

Reisezeitraum: November 2016

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