Freitag, 23. September 2016

Reisebericht: Riga Teil 2 - Raus aus Riga & die Altstadt bei Nacht

Heute, im 2. und letzten Teil des Riga-Reiseberichts (Teil 1 seht ihr hier) geht es um Sehenswürdigkeiten, die außerhalb der Altstadt liegen und es gibt ein paar gastronomische Tipps von mir.




Lettisches Ethnographisches Freilichtmuseum


Etwas außerhalb von Riga liegt dieses grüne Paradies. Das Museum hat eine eigene Bushaltestelle Brīvdabas muzejs, zu der man mit den Bussen 1, 19, 28 und 29 kommt. Das Museum hat täglich von 10-20 Uhr geöffnet, kostet 4 Euro Eintritt und bietet immer mal wieder Veranstaltungen und Sonderausstellungen an. Wir waren zum Beispiel zum Tag der Handwerker da und konnten so Schmiede, Schuhmacher usw. bei der Arbeit beobachten. Außerdem gab es natürlich jede Menge Handgemachtes zu kaufen.

Die gesamte Anlage ist sehr, sehr weitläufig und man sollte gut zu Fuß sein, wenn man sie erkunden will. Die Wege sind nicht befestigt und es geht auch mal über Stock, Stein und Wurzel und steil bergauf/bergab. Toiletten gibt es in regelmäßigen Abständen, aber leider nicht viele Möglichkeiten, etwas zu Essen oder zu Trinken zu kaufen.

Rein vom Informationsgehalt war vor allem mein Freund, der Geschichtsstudent ist, sehr enttäuscht. Die Texte sind stets sehr kurz gehalten und wenig informativ, allerdings stets neben Lettisch auch auf Englisch zu finden. Trotzdem ist das Ganze schon allein wegen der beeindruckenden Natur einen Besuch wert. Vor allem im Frühling und Herbst, ist es bestimmt ein toller Anblick.

Mehr Infos zum Museum erhaltet ihr hier.

 


Jūrmala


Riga liegt nicht weit entfernt von der Ostsee und darum mussten wir bei unserem Besuch auch einmal zum Strand. Leider hatten wir wirklich Pech mit dem Wetter und es hat ausgerechnet an diesem Tag in Strömen geregnet.


Wir sind von Riga aus mit der Bahn nach Majori gefahren, was die Station für Jūrmala ist. Die Bahnkarten haben hin und zurück etwa 4€ p.P. gekostet und die Fahrt etwa eine halbe Stunde gedauert. Ich glaube, die Züge fahren auch halbstündlich.
Majori selbst hat dann eine kleine Fußgängerzone zu bieten mit ein paar Souvenirgeschäften, Cafés und Restaurants. Zum Strand selbst läuft man ein paar Minuten.


Wer die deutsche Ostsee gewohnt ist, wird überrascht sein, denn dieser Ostseestrand hat nichts mit Koserow oder ähnlichen Orten zu tun, wo man endlose Sandstrände und vereinzelt einen Strandkorb erblickt. Hier gibt es in kurzen Abständen Strandbars, die laute Musik aus Boxen blasen und aufgestellte Bänke und Umkleidekabinen. Außerdem säumen teils wirklich hässliche Hotels und andere Gebäude den Strand (siehe erstes Bild). Zumindest am Hauptstrand ist es so. Vielleicht gibt es ja noch kleine Nebenbuchten, die weniger geschäftig sind.


Wir waren außerdem gerade zufällig da, als die Handball-EM stattfand, also war der Strand dementsprechend voll und wuselig.


Wen das nicht abschreckt, der kann hier im Sommer sicher wunderschön baden. Und ich würde auch bei meinem nächsten Riga-Besuch noch mal herkommen - vorausgesetzt, das Wetter stimmt. 

 

Lecker Kaffee und grandiose Kuchen kriegt man in der Fußgängerzone von Majori übrigens im De Gusto.



Zentralmarkt


Nein, der liegt nicht außerhalb der Stadt, aber außerhalb der Altstadt (rein technisch), wenn man auch nur kurz über die Straße muss. Der Zentralmarkt (Centrāltirgus) liegt gleich hinter dem Hauptbahnhof und Busbahnhof und wird von fast jeder Tramlinie angefahren (2-5, 7, 9-10). Der Markt ist jeden Tag zwischen 7 und 17 Uhr (von Dienstag bis Samstag sogar bis 18 Uhr) geöffnet.


Er bietet neben einem Außenbereich mit zahlreichen Ständen, die Obst, Blumen, Kleidung und Handwerksprodukte verkaufen, auch zahlreiche Markthallen, von denen jede ihr eigenes Thema hat. Mir hat die Fischhalle am besten gefallen. Die Auswahl ist riesig!



Die Altstadt bei Nacht


Riga ist auch so schon eine sehr lebendige Stadt, aber es erscheint, als erwacht sie nachts erst so richtig zum Leben. In der Altstadt gibt es zahlreiche Clubs und Bars und viel Livemusik an jeder Ecke.


Leider mussten wir nach wenigen Tagen Riga wieder verlassen, aber ich würde gern mal wiederkommen. Im nächsten Teil stelle ich noch ein paar schöne Restaurants in Riga vor. Teil 1 der Reiseberichte findet ihr hier.


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