Mittwoch, 6. April 2016

Reisebericht: Wien

Es ist mal wieder Zeit für einen kleinen Rückblick auf einen Citytrip. Dieses Mal geht's ins wunderschöne Wien.


Wiener Staatsoper

 Akademie der bildenden Künste

Ist eigentlich wirklich eine Kunstakademie, in der man aber auch eine Gemäldegalerie findet, die wir besucht haben.
 Hin kommt man mit Tram oder Bus, Station Oper.
Eintrittspreis ist 8€ (7 mit Wienkarte). Für eine Fotoerlaubnis zahlt man 5€ extra. 
Die Gemäldegalerie selbst ist sehr klein und man fühlt sich durch das Aufsichtspersonal teilweise verfolgt. Meine Tasche musste ich auch einschließen, was ich immer hasse. Die eigentliche Sehenswürdigkeit ist das Weltentryptichon von Hieronymus Bosch (rechts im Bild). Ein Flügel des Tryptichons befand sich aber gerade nicht im Museum, als wir da waren. Ich finde, das hätte man ruhig irgendwo anmerken können, z.B. auf der Website.
Ich persönlich fand nicht, dass sich der Besuch bei der Akademie gelohnt hat, denn bis auf Bosch gab es dort kaum bekannte Werke und vor allem der Preis für die Fotoerlaubnis ist mir persönlich einfach zu dreist.


Schloss Belvedere
Liegt direkt am Südbahnhof und lässt sich leicht per Tram und Bus erreichen. Wir haben das Schloss nur zufällig auf dem Weg zu einem anderen Museum entdeckt und fanden, dass es ein tolles Fotomotiv ist. Es beherbergt auch ein Museum, das uns aber mit 19€ für ein Kombiticket (15€ für Wienkartenbesitzer) zu teuer war. Am frühen Morgen bietet es aber ein tolles Fotomotiv und das völlig umsonst :)


 Heeresgeschichtliches Museum

Liegt auch direkt am Südbahnhof und ist so per Tram und Bus leicht zu erreichen.
Eintrittspreis ist 5,10€, eine Fotoerlaubnis kostet 1,50€.
Das Gebäude allein ist schon einen Besuch und ca. 100 Fotos wert, das Museum ist aber auch sehr interessant und für seine 5€ bekommt man 4 gigantische Säle voll mit Ausstellungsstücken. Etwas zu kurz kommt meiner Meinung nach der 2. Weltkrieg und vor allem Österreichs Rolle in selbigem. Manchmal scheint es, die Österreicher hätten vergessen, woher Hitler eigentlich kam - nämlich aus Österreich.
Eine wirklich tolles Museum für jeden Geschichtsinteressierten, man sollte sich aber Zeit nehmen. Definitiv empfehlenswert.


Parlament

Erreichbar per Tram oder Bus (Stadiongasse/Parlament oder Dr. Karl Renner Ring). 
Besichtigen kann man es meines Wissens nicht, aber es ist trotzdem ein tolles Fotomotiv. Vom Parlament aus kann man außerdem einen kleinen Rundgang machen, zum Rathaus oder zur Hofburg.


Die Hofburg
Sisi-Museum, Silberkammer und Kaiserappartments

Ist DAS Wahrzeichen Wiens und auch wirklich schön zu fotografieren. Es gibt versch. Museen innerhalb der Burg. Für das Sisi-Museum und die Kaiserappartments zahlt man 10,50€.
Hin kommt ihr mit Tram und Bus sehr gut (Station Burgring).
Im Sisimuseum und den Kaisergemächern durfte man dann nicht mehr fotografieren. Das wäre auch ziemlich schwer gewesen, angesichts der Massen an Touristen, die sich durch die Gänge schoben, aber es zu verbieten, nachdem ich grade fast 11€ Eintritt gezahlt hab? Da fühlte ich mich schon verarscht.
Das Sisimuseum war ziemlich klein und dunkel, die Kaisergemächer waren ganz nett anzusehen, beide waren aber nicht das Geld wert, dass ich dafür ausgegeben habe.


Das Hundertwasserhaus

Ist per Tram am besten zu erreichen (Station Hetzgasse).
Da es ein Wohnhaus ist, kann man meines Wissens nicht einfach reingehen. Mir hat aber auch schon das Äußere gereicht. Ich fand das Haus nicht so beeindruckend und auch schon ziemlich "abgenutzt", wenn ihr wisst, was ich meine. Auch die Gegend ringsherum hat mir nicht gefallen. Für mich steht fest: muss man nicht gesehen haben.


Naturhistorisches Museum

Kunsthistorisches Museum

Der Prater

Erreichbar mit Tram, Bus und Ubahn (Station Praterstern).
Der Prater ist ein Vergnügungspark, der verschiedene Fahrgeschäfte, Karussels, Achterbahnen und natürlich das berühmte Riesenrad beherbergt. Außerdem gibt es Madame Tussaud's, verschiedene Souvenirläden und überteuerte Gastronomie.
Eine Fahrt auf dem berühmten Riesenrad kostet 9€, mit Wienkarte nur 8, allerdings muss man dafür diese Coupons dabei haben, die man mit der Wienkarte bekommt. Das empfinde ich persönlich als Kundenveräppelung.
Auch vorsicht beim Reingehen: ohne zu fragen wollte man ein Foto von uns schießen "Wir machen das von allen unseren Gästen!". Nee, danke. Wer weiß, wie teuer das geworden wäre - gesagt hat man es uns nämlich nicht. 
Die Fahrt selber dauert ca. 15 Min. und bietet wirklich grandiose Ausblicke auf Wien. Da ich an Höhenangst leide, wär ich selber nie auf die Idee gekommen, da mitzufahren, aber mein Freund hat mich überredet. Ich fand die Fahrt wirklich angenehm, nichts hat gewackelt oder geschaukelt. 9€ sind natürlich eine absolute Dreistigkeit für eine Runde auf dem Riesenrad, aber ich fand sie empfehlenswert.
 

Schloss Schönbrunn

Ist am besten per Ubahn zu erreichen (Station Schönbrunn).
Das Innere des Schlosses kann man nur im Rahmen einer Tour besichtigen. Die kürzeste Tour führt durch 40 Räume, dauert ca. 1 Stunde und kostet 10,50€.
Wir hätten vielleicht sogar noch soviel Geld bezahlt, um das Schloss zu sehen, aber als wir morgens um 9 da waren, war es schon so dermaßen voll da, dass wir sicher ne Stunde gewartet hätten, um reinzukommen. Das war mir echt zuviel. Rings um das Schloss waren außerdem viele Baustellen und Lärm. Ugh.


Tiergarten Schönbrunn

Nur eine Ubahnstation vom Schloss Schönbrunn entfernt (Station Hietzing). Der Eintritt kostet 14 Euro.
Ich liebe Zoos und Tierparks und da dieser angeblich der älteste der Welt ist, musste ich ihn besuchen. Und es hat sich definitiv gelohnt. Der Park ist übersichtlich gestaltet, es gibt viele verschiedene Tierarten und man hat auch das Gefühl, dass die Tiere sich dort wohlfühlen, soweit man das halt einschätzen kann.
Ich fand den Zoo toll und hätte dort nen ganzen Tag verbringen können. Mein persönlicher Tipp für euern Wienbesuch!


Foltermuseum Wien

Liegt in der Nähe der Neubaugasse und ist per Bus und Ubahn gut zu erreichen. 
Der Eintritt beträgt 6€, mit Wienkarte 4,50€.
Es kommt natürlich immer drauf an, ob man sich für die Thematik interessiert, aber ich finde das Museum interessant und gut gemacht. Die einzelnen Szenerien und Ausstellungsstücke sind liebevoll arrangiert und sogar mit grusligen Geräuschen untermalt - die Atmosphäre ist irgendwie cool, bis hin zum schrulligen Kassenmann, komplett mit schickem Glitzernagellack :D
Muss man nicht uuuunbedingt sehen, ist aber definitiv empfehlenswert.



Kleine Eindrücke der Stadt

Kulinarisches



Hofburg Café: Direkt innerhalb der Mauern der Hofburg gelegen, Station Burgring. Normalerweise sind solche Museumscafés ja viel zu teuer, aber hier waren wir echt überrascht. Nicht nur waren die Preise gut, auch das Preis/Leistungsverhältnis. Wir haben dort nur Eis gegessen, aber die Becher waren saulecker und sehr schnell fertig. Auch das Personal war nett und schnell.
Wir hatten Glück und an dem Tag war es warm und sonnig. Draußen zu sitzen mit dem Blick auf den Burginnenhof (siehe Bild weiter unten) ist einfach toll.




Cupcakes Wien: War gleich in der Nähe unseres Hotels, in der Josefstädter Str. 17, zwischen den Tramstationen Rathaus und Lederergasse. Der Laden selbst ist schon sehr gemütlich, aber man kann die Cupcakes auch mitnehmen. Ich glaube, sie haben 3,90€ pro Stück gekostet. Wir haben 4 versch. Sorten probiert: Heidelbeere, Marzipan-Amaretto, Red Velvet und Schoko-Minze - alle waren unheimlich lecker!




Kaiserpavillion Tiergarten Schönbrunn: in Deutschland kennt man die "Restaurants" in Zoos ja eher so: Pommes, Bockwurst und Eis für je 10€ pro Stück, auf wackeligen Bänken direkt zwischen Klo und Kinderspielplatz eingepfercht. Nicht im Tiergarten Schönbrunn. Der bietet gleich mehrere hochwertigere Restaurants. Dieses hier ist genau in der Mitte des Parks. Da wir perfektes Sonnenwetter hatten, haben wir draußen gesessen und die Tiere beobachten können, während wir unsere Mahlzeit genossen. Die Preise sind okay, die Auswahl sehr gut und das Personal freundlich und schnell. Und nicht zuletzt war das Essen sehr lecker. Was will man mehr?

 Kärtner Kasnudeln mit brauner Butter




Krah Krah: Zentral gelegen am Schwedenplatz. Der Laden selbst ist eher unauffällig und sieht auf den ersten Blick auch nicht großartig nach was aus, aber das Essen war unheimlich lecker, Preise und Auswahl waren gut und das Personal freundlich und schnell. Wir fanden es da so gut, dass wir während unseres Aufenthaltes mehrmals da waren.

Überbackene Fleischpalatschinken

Schinkenfleckerln



Cafe Restaurant Hummel: ganz in der Nähe unseres Hotels gelegen in der Josefstädter Str. 66, direkt an der Tramstation Albertgasse. Man kann sowohl draußen als auch drinnen gut sitzen. Die Preise sind etwas höher (der Backhendl-Salat hat fast 10€ gekostet), aber nicht übertrieben. Zwar könnte der Koch gerne noch ein bisschen stärker salzen, aber ansonsten waren mit der Essensqualität und der Bedienung sehr zufrieden.



Insgesamt fand ich Wien eine tolle Stadt und unsern Urlaub echt gelungen. Wir hatten wirklich Glück mit dem Wetter, es war die ganze Zeit sonnig und warm. Wer Wien besuchen will, dem würde ich den Frühling ans Herz legen, da es dann noch nicht ganz so überfüllt ist und auch die Hotelzimmer um Einiges günstiger sind.

Wenn man 3 Tage oder länger da ist, würde ich empfehlen, sich eine Wien-Card zu kaufen. Die kann man entweder übers Internet bestellen oder am Flughafen an der Touristeninfo kaufen. Für 18,50€ fährt man 72 Stunden lang mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln und erhält viele Vergünstigungen bei Museen und Sehenswürdigkeiten.

Generell ist Wien eine tourifreundliche Stadt (was man von vielen anderen europäischen Metropolen, z.B. Prag oder auch Berlin nicht behaupten kann). Alles ist ganz gut ausgeschildert, auch in unterschiedlichen Sprachen und die Leute sind sehr nett und hilfsbereit. Auch konnte ich hier wesentlich weniger Touristenabzocke beobachten als in vielen anderen Städten, in denen ich war, z.B. Paris oder Prag.

Die Stadt selbst hat eine gute Infrastruktur. Überall fahren Trams, Busse oder Ubahnen hin. Und auch die Stadt selbst erreicht man gut. Es gibt Direktflüge mit Austrian (sind wir geflogen, kann ich empfehlen), Air Berlin und Lufthansa. Wenn man frühzeitig bucht, kriegt man Flüge für unter 100€. Man kann aber auch mit der Bahn fahren, dauert aber einige Stunden. Vom Flughafen in die Stadt kommt man mit dem Bus in 20 Min.

Die Stadt ist sauber, die Leute nett und es gibt viele interessante Sehenswürdigkeiten, sowie eine interessante regionale Küche. Auch ist Wien nicht weit von anderen europäischen Ländern wie Ungarn oder der Slowakei entfernt, die sich als Tagesausflugsziel anbieten (dazu kommt noch ein gesonderter Post).

Ich kann Wien als Städtereiseziel nur empfehlen.

Zeitpunkt der Reise: März 2012

Teile dieses Beitrags sind bereits in meinem anderen Blog erschienen.

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