Dienstag, 8. März 2016

Reisebericht: USA Teil 3 - San Francisco

Heute geht's um meine Lieblingsstadt auf unserer USA-Reise.



Alcatraz

 Fahrten nach Alcatraz unbedingt im Voraus buchen! Als wir da waren, war die für die nächsten 2 Wochen komplett ausgebucht. Ein Glück, dass wir vorreserviert hatten. Vor Ort bekommt man ein Audiotourset. Ich würde - sofern ihr der Sprache mächtig seid - immer empfehlen, das Set in Englisch zu nehmen, sonst entgehen euch viele Infos. Die Audiotour wird von ehemaligen Häftlingen und Wärtern gesprochen und gibt einen interessanten Einblick in das ehemals härteste Gefängnis der Welt (der Titel stammt von den Amis).


Transamerica Pyramid

Mission Dolores

Fisherman's Wharf

Ist - grob gesagt - das Hafengebiet. Hier legen Kreuzfahrtschiffe und Ausflugsboote an, sitzt man gemütlich mit einem Eis und Blick auf den Hafen oder kauft irgendeinen Pröl in einem der vielen Souvenirläden. Am berühmtesten ist wahrscheinlich Pier 39, wo ein Haufen stinkenden, gröhlender Seelöwen in der Sonne rumliegt. Ich musste irgendwie an den Görlitzer Park in Kreuzberg denken :D Es gibt hier aber auch Unmengen an Seafood-Restaurants unterschiedlicher Qualität.


Pier 39

Hört (und riecht!) man schon von weit entfernt ;)


Aquarium of the Bay

Nachdem wir am Vortag schon das wirklich tolle Aquarium in der California Academy of Sciences angeguckt hatten, waren wir hier wirklich enttäuscht. Man konnte Babyrochen und - Haie streicheln, das war toll. Der Rest war eher underwhelming. Vor allem die Haifütterung war so ziemlich das Langweiligste, was ich je gesehen habe. Wer hätte gedacht, dass etwas, was Haie involviert so langweilig sein kann?


Bay Cruise

Wir hatten in unserm Citypass noch einen Gutschein für eine Bay Cruise, darum haben wir den auch noch genutzt, obwohl wir den Tag davor auf Alcatraz waren. Und es hat sich definitiv gelohnt. Man fährt unter der Golden Gate Bridge hindurch und hat so einige echt gute Fotogelegenheiten und auch einen super Blick auf Alcatraz und die Stadt. Wir haben sogar Delfine gesehen!


Golden Gate Bridge

Wichtig zu wissen: wenn ihr mit dem Mietwagen  über die Golden Gate Bridge fahrt, ist es aus der Stadt raus kostenfrei. Wenn ihr wieder reinwollt, müsst ihr Maut zahlen. 7,50$, wenn ich mich recht erinnere. Das geht ausschließlich online über FasTrak. Am besten meldet ihr euch vorher an, es geht aber auch noch bis zu 48h nach der Überfahrt. Versäumt ihr, euch anzumelden, zieht euch der Mietwagenbroker später den Betrag mit einer saftigen Servicegebühr von der Kreditkarte ab.
Wenn ihr aus der Stadt herausfahrt, dann kommt direkt rechts ein Vista Point, auf dem ihr einen guten Blick auf das Profil der Brücke habt. Wenn ihr die Brücke in ihrer Gesamtheit und mit der Stadt im Hintergrund sehen (und fotografieren wollt), dann müsst ihr links hoch in die Berge. Hier gibt es zahlreiche Vista Points in verschiedenen Höhenlagen.


 Ausblick aus höheren Lagen
Nebel zieht heran


City Hall

Golden Gate Park

Mit dem Bus easy zu erreichen, bietet der Park eine Fülle an Möglichkeiten. Es gibt Seen, auf denen man Boot fahren kann, Museen (z.B. Das DeYoung Museum oder die California Academy of Sciences), Gärten, Sportfelder etc. Der Park selbst ist kostenfrei, aber einige Teilbereiche (z.B. der Botanische Garten) kosten Eintritt. Im Park gibt es einige kleinere Imbissgelegenheiten. Ich kann z.B. den Hot Dog Stand am Japanese Tea Garden wärmstens empfehlen.


Stow Lake im Golden Gate Park

California Academy of Sciences

Liegt im Golden Gate Park und bietet selbst für wissenschaftlich Uninteressierte Einiges. Das Tropenhaus mit den vielen Schmetterlingen hat mir super gefallen, aber auch das Aquarium, das sogar um einiges größer und vielfältiger war als das Aquarium of the Bay. Wir wurden supernett empfangen und an jeder Ecke steht jemand, der dir Fragen beantworten oder dir helfen will (aber das hat mir in den USA generell gut gefallen). Es gibt wechselnde Ausstellungen, die nichts extra kosten. Einzig die Kantine des Museums würde ich nicht weiterempfehlen. Man hat sich zwar Biokost und gesunde Ernährung auf die Fahne geschrieben, aber der Geschmack und die Preise haben mir echt sauer aufgestoßen (pun intended).


rechts: ich betatschte einen Seeigel



Japanese Tea Garden

Im Golden Gate Park gelegen. Kostet 8$ Eintritt. Er ist größer als man von außen denkt und auch wirklich recht schön. Ob einem das das Geld wert ist, muss man selbst entscheiden. Die Teestube im Garten könnt ihr euch übrigens getrost sparen. Mit echtem japanischem Tee hat das soviel zu tun wie Dieter Bohlen mit guter Musik. Und die Preise sind echt gesalzen!

Das Essen und der Tee waren leider dreist überteuert und nicht lecker.


Painted Ladies

Cable Cars

Sind in den steilen Hügeln von San Francisco echt empfehlenswert. Angeblich sollen sie alle 10 Minuten fahren, aber das ist Wunschdenken. Die Schlange war immer recht lang und manchmal braucht man ewig, bis man eine erwischt. Mein Tipp: an der 1. Station nach der Startstation einsteigen, dann hat man am ehesten eine Chance.
Die Cable Cars kreuzen durch das Zentrum der Stadt vom Hafen durch China Town über den Union Square zur Market Street und bieten während der Fahrt wirklich tolle Ausblicke und Fotomotive.

Hier wird die Cable Car gedreht


China Town

Voll mit Restaurants, Wunderheilern, Wahrsagern und Kitschläden. Hat definitiv Charme und sollte man mal gesehen haben.


Union Square

Twin Peaks

Lombard Street

Direkt an der "crookedest Street" gibt es eine Cable Car Station. Als Autofahrer kann man die Straße nur herunter fahren (haben wir auch gemacht, war sehr lustig).


Random Bits and Pieces

Die F-Line: Fährt von Fisherman's Wharf zur Market Street. Eigentlich sind die Streetcars aus den 50ern allein schon eine Sehenswürdigkeit. Wer sich besonders dafür interessiert, der kann auch das kostenlose Railway Museum in der Steuart Street besuchen



Tai Chi im Park


Kulinarisches
Gut gegessen haben im Burger House an der Powell Street. Es ist eine Mischung aus Italiener und Burger Laden (die beiden teilen sich einen Raum, mehr oder weniger), aber die Burger sind um Längen besser als das italienische Essen. Der Laden ist superklein und wuselig, aber ideal in der Einkaufsstraße gelegen.

Ebenfalls an der Powell Street gelegen und mit dem Charme einer Kantine, aber mit richtig gutem Essen: Tad's Steakhouse. Ich kann vor allem den Lachs nur empfehlen.

Das einzige Eiscafé, das uns begegnet ist, war Dreyer's in San Francisco. Ähnlich wie Ben&Jerry's stellen die Eiscreme für Supermärkte her, haben aber auch in der Bay Area einige Lokale. Ben&Jerry's hat ja eher kleine Stände. Das Eis ist furchtbar teuer, aber richtig gut. Hier seht ihr Grünteeeis und darunter Peppermint Chocolate Chip. 

Bubba Gump Shrimp Co. ist eine Kette von Seafood-Restaurants und mir hat es dort so gut gefallen, dass ich während meines Aufenthalts sogar 2x da war, einmal in San Francisco und einmal in Las Vegas. In San Francisco hatten wir passend zum gastronomischen Motto auch noch tollen Hafenblick. Die Kette gibt es hauptsächlich dort, wo es Meer gibt, also in Kalifornien, Florida und Hawaii, aber auch in Las Vegas und New York und auch in Mexico, Japan und China.

IHOP, das International House of Pancakes, hat mein Herz erobert. Quer durch die USA gibt es Filialen dieses Frühstücksrestaurants. Es gibt nicht nur gefühlt 100.000 versch. Pfannkuchensorten (man muss dem Namen ja gerecht werden), sondern auch Waffeln, Omelettes, Hash Browns, French Toast, Sandwiches und Salate. Das Essen ist wahnsinnig lecker und vor allem die Chocolate Chocolate Chip Pancakes machen wirklich süchtig.




Tipps:  
  • Stadtrundfahrten am besten mittags/nachmittags machen. Morgens ist es oft noch neblig und wolkenverhangen und das Licht für Fotos einfach zu schlecht.
  • Selbst im Sommer ist in San Francisco Zwiebellook angesagt. Morgens ist es oft noch sehr kalt, tagsüber wird es dann richtig heiß.
  • Im SFO City Pass sind auch die öffentlichen Verkehrsmittel inkludiert - sehr praktisch.
  • Das Aquarium of the Bay könnt ihr euch eigentlich sparen. In der California Academy of Sciences gibt es ein viel größeres und schöneres. 
  • San Francisco ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln sehr einfach zu erkunden und super vernetzt. Solltet ihr aber doch einen Mietwagen holen und ihn in einem der vielen Parkhäuser unterstellen wollen, vergleicht unbedingt die Preise. Innerhalb weniger Meter haben wir teilweise extreme Preisunterschiede festgestellt.  
  • Vorsicht beim Autofahren in San Francisco. Nicht nur der oft plötzlich auftauchende Nebel kann einem das Leben schwer machen (vor Allem morgens), sondern natürlich auch die zahlreichenden Hügel. Am Ende einer jeden steilen Steigung steht ein Stoppschild und bergab muss man natürlich immer darauf achten, die Geschwindigkeit nicht zu überschreiten.
  • Wenn ihr etwas Zeit habt (die hat uns leider gefehlt), plant doch vielleicht einen Tagesausflug ins Napa Valley, in den Yosemite Nationalpark, zu den Muir Woods oder zum Hearst Castle in San Simeon.
  • Don't ever, EVER, call it Frisco!

Hier findet ihr die Reiseberichte zu New York und Washington.

Zeitpunkt der Reise: September 2014

Teile dieses Beitrags sind bereits in meinem anderen Blog erschienen.

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