Montag, 25. Januar 2016

Rundreise: Neckermann Große Cuba-Rundreise

Diese Reise gibt es ganzjährig im Standardprogramm von Neckermann und Thomas Cook. Es gibt sie in 2 Varianten (Standard und Superior), als Pauschalangebot mit Flug oder als Reisebaustein mit Eigenanreise. Man kann sie von 4 versch. Startpunkten beginnen: Varadero, Havanna, Holguin oder Santa Clara.





Dauer
7 Nächte/8 Tage

Preis
Als Pauschalangebot inkl. Direktflügen mit Condor ab FRA und Zubringerfllügen mit LH ab TXL in der Superiorvariante haben wir p.P.  ca. 1700 Euro bezahlt. Die Superiorvariante hatte in unserm Fall nur etwa 50€ p.P. mehr gekostet und das hat sich definitiv gelohnt.

Leistung
Enthalten sind 7 Übernachtungen mit VP (mehr oder weniger), ein Inlandsflug, Transfer im klimatisierten Bus, deutschsprachige Reiseleitung, alle Eintritte, Führungen und Besichtigungen und der Transfer zum Anschlusshotel oder Flug, wenn im Paket gebucht.


Ablauf

Tag 1 


Unser Verlauf startete in Varadero. Hier kamen wir spät Abends an mit der Condor (Review hier), wurden von unserm Reiseleiter René begrüßt und mit dem Bus etwa 2,5h nach Havanna gefahren. Da es schon dunkel war, gab es nicht viel zu sehen.
Kurz vor Mitternacht kamen wir im H10 Habana Panorama an (Review hier). Im Hotel half man uns noch mit dem Einchecken und wir bekamen sogar noch ein kleines warmes Abendbrot in der Pianolounge serviert.
Der Teil unserer Gruppe, die die Standardvariante gebucht hatten, waren ein paar Meter weiter im Memories Miramar untergebracht (und waren damit überhaupt nicht zufrieden) und gingen mit hungrigen Mägen ins Bett, trotz versprochenem (und mitbezahltem) Abendbrot.


Tag 2


Nach dem Frühstück ging es los ins Viñales-Tal. Zunächst sind wir in Pinar del Rio rangefahren, um in einem kleinen Laden Zigarren zu kaufen. Dann sind wir weitergefahren zu einer Aussichtsplattform, von der aus man einen tollen Blick über das Tal hat.
Dann haben wir eine Tropfsteinhöhle besichtigt. Durch die Höhle wurden wir praktisch gescheucht, um dann vor der Bootsanlegestelle durchnässt bestimmt 20 Min. zu warten. Grandios.
Anschließend fuhren wir zum Monumental de la Prehistoria und haben dort gegessen.
Hier sehr ihr meinen Reisebericht zum Viñales-Tal.


Tag 3

Heute stand eine Stadtbesichtigung in Havanna auf dem Programm. Wenn man es denn so nennen kann. Die Stadt selber haben wir kaum gesehen. 2 Minuten in der Altstadt, wurden wir von unserm Guide schon in die erste Kneipe gelotst. Wirklich was erzählt, hat er nur selten. Fragen konnte er keine beantworten. Dann teilte er uns mit, dass unser Flug bald gehen würde (15.30), da war es ca. 12 Uhr, aber wir müssten noch Mittag essen. Da hatten wir aber noch gar nichts gesehen. Mein Freund und ich haben dann selbständig das Mittagsessen verlassen, um wenigstens das Capitol zu sehen.
Dann kamen wir viel zu spät zum Flughafen, hatten aber Glück, dass unser Flug verspätet war. Naja, Glück ist dann auch zuviel gesagt. Letztendlich haben wir über 3 Stunden gewartet, bis wir dann endlich fliegen konnten.
Ich will gar nicht dran denken, wieviel wir in der Zeit noch von der Stadt hätten sehen können.
Meinen kurzen Reisebericht von Havanna seht ihr hier.
Spätabends kamen wir dann im Hotel Meliá Santiago de Cuba an (Review hier) und wurden dort noch verköstigt (wenn die Auswahl auch sehr gering war). Die Gäste der Standardvariante schliefen im Las Americas direkt gegenüber. Während wir mit unserem Hotel zufrieden waren, war die Rückmeldung für das andere Hotel: laut, dreckig, schlechtes Essen.


Tag 4


Heute machten wir eine Stadtbesichtigung Santiagos inkl. Santa Ifigenia Friedhof und El Morro Festung. Bei der Festung aßen wir in einem Restaurant mit tollem Meerblick. Dann hatten wir noch eine halbe Stunde Freizeit in der Altstadt. Zwischendrin wurden wir mal wieder zum Rum kaufen in eine Kneipe gelotst. Insgesamt ein ganz netter Tag in einer interessanten Stadt. Meinen Reisebericht dazu lest ihr hier.
Außerdem fuhren wir morgens noch etwas weiter außerhalb und besuchten die Granjita Siboney, die ich aber nicht fotografiert habe. Den Nachmittag hatten wir dann zur freien Verfügung und ich habe ihn am Pool verbracht.


Tag 5


Wir fuhren weiter nach Bayamo. Auf dem Weg guckten wir uns die Basilica del Cobre an. Kurz danach wurden wir wieder mal bei einer Cocktailbar abgesetzt.
In Bayamo angekommen sahen wir uns nicht viel an (wie eigentlich im Ablaufplan vorgesehen), sondern wurden direkt schon wieder in eine Kneipe gelotst, wo wir mit Musik beschallt wurden und Cocktails kaufen sollten.
Später aßen wir dann ein unterdurchschnittliches Mittagessen in einem unterdurchschnittlichen Hotel.
Mehr zu Bayamo und der Basilika seht ihr im Santiago-Reisebericht.
Spätabends kamen wir dann in Camagüey im Gran Hotel Camagüey an (Review hier) und die Reisenden der Standard-Variante kamen ins Islazul Hotel Camagüey, mit dem sie eigentlich größtenteils zufrieden waren (wobei sie von den vorherigen Hotels schon sehr abgehärtet waren).


Tag 6


Am 6. Tag haben wir eine Stadtbesichtigung per Bicitaxi gemacht. Wirklich informativ war das nicht, denn wie auch schon die Tage zuvor wurden wir einfach vor Sehenswürdigkeiten  abgeladen, konnten ein paar Fotos machen und fuhren dann weiter. Wenn man Fragen zu einzelnen Sehenswürdigkeiten hatte, bekam man ein Schulterzucken. Okay.
Dann fuhren wir eine ganze Weile. Zwischendrin, mitten im Nirgendwo, in einem kleinen Restaurant im Dschungel, gab es dann Mittagessen. Das war wirklich sehr schön.
Wir machten Zwischenhalt in Santa Clara (obwohl das eigentlich erst für den nächsten Tag geplant war) und besichtigten im Schnelldurchlauf das Che Guevara-Museum und den Tren Blindado. Wieder mal wurden wir komplett mit den schriftlichen Informationen alleingelassen, während die Reiseleitung mit dem Busfahrer quatschte.
Den Reisebericht zu Camagüey & Santa Clara lest ihr hier.
Gegen Abend kamen wir dann in Playa Ancon an. 2 Leute unserer Gruppe, die eigentlich auch die Superiorvariante gebucht hatten, wurden in ein Standardhotel geschickt, da unsers angeblich überbucht war. Nicht nur, dass es eine andere Kategorie war, es war auch noch ein anderes Hotel als das der restlichen Gruppe. D.h. die beiden waren komplett abgeschottet von den Anderen. Als sie ihrem Unmut Luft machten und vom Reiseleiter Abhilfe forderten, stießen sie auf Granit. Er weigerte sich, seine Agentur anzurufen, da er die Anrufe selbst bezahlen müsse. Deeskalierend wirkte er auch nicht, ganz im Gegenteil. Als wir die beiden Damen abgeladen hatten, fluchte er im Bus laut hörbar und lästerte auf Spanisch über die blöden Deutschen. Zu blöd, dass ein paar von uns Spanisch konnten.
In unserm Hotel dauerte der Checkin-Prozess nochmal ewig und unser 1. Zimmer war eine Katastrophe. Die genaue Schilderung und die gesamte Hotelreview lest ihr hier.


Tag 7


Nachdem ich die katastrophale Nacht im Hotel überstanden hatte, freute ich mich sehr auf die Stadtrundfahrt durch Trinidad. Leider war auch diese wieder sehr unmotiviert.Wir machten einen Rundgang durchs Romantikmuseum und dann ging es direkt wieder in eine Kneipe. Das Mittagessen später war auch wieder mit einer Verkaufsveranstaltung verbunden. Zwischendrin war unser Guide einfach mal ganz verschwunden.
Den Nachmittag verbrachten wir am Strand in unserm Hotel. Der Reisebericht zu Trinidad ist hier.


Tag 8


Nach dem Frühstück fuhren wir nach Varadero. Nachdem ich unseren Guide schon am Vortag noch mal daran erinnern musste, dass wir nicht in ein Badehotel, sondern zum Flughafen müssen, hat dieser uns einfach beim erstbesten Hotel in Varadero abgeladen, wo wir dann 7h ausharren mussten, bis der Airport-Transfer kam. Auf dem Weg zum Airport erfuhren wir von der netten Reiseleiterin der anderen Gruppe noch Sachen, die für unsern Abflug wichtig waren und die unser Reiseleiter versäumt hatte, uns mitzuteilen.





Fazit

Zur Rundreise an sich: grundsätzlich finde ich die Struktur, Strecke und Dauer der Rundreise gut. Ich finde, man kriegt einen guten Überblick über das Land und es ist zwischendrin genug Zeit für die einzelnen Stationen - theoretisch, wenn man diese Zeit nicht mit Kneipenbesuchen verplempert.

Zu unserer Rundreise im Speziellen: wir hatten einfach Pech mit unserem Guide, das muss man ganz klar so sagen. Wir haben uns vor Ort mit anderen Gruppen unterhalten, die mit ihrem Guide richtig zufrieden waren. Unserer schien nur interessiert, uns vor Ort irgendwas anzudrehen und in Läden zu lotsen, wo er wahrscheinlich Provision abgreifen konnte. Wirklich "geleitet" hat er die Reise nicht. Es gab nie richtige Auskünfte von ihm, über die Sehenswürdigkeiten vor Ort schien er nichts zu wissen und im Problemfall zuckter er nur mit den Schultern. Die meiste Zeit telefonierte er privat und quatschte mit dem Busfahrer. Wenn man Hilfe von ihm einforderte, wurde er patzig. An Alles musste man ihn erinnern, er dachte nie im Voraus. Er ließ uns ganz deutlich spüren, dass wir für ihn nur Zahlvieh waren. Während die anderen Gruppen mit ihrem Reiseleiter außerplanmäßige Extratouren unternahmen, ließ sich unserer nicht mal herab, mit uns zusammen zu essen.

Ich würde diese Rundreise meinen Kunden nur anbieten mit dem eindeutigen Hinweis auf die beiden Kategorien und definitiv Superior empfehlen. Die Reise an sich ist nicht schlecht, aber den Reiseleiter kann man sich ja leider nicht aussuchen.

Zuguterletzt möchte ich euch noch meine Reisetipps für Kuba ans Herz legen.

Zeitpunkt der Reise: September 15

Teile dieses Beitrags sind bereits in meinem anderen Blog erschienen.

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